Coronakrise – was nun?

Mittlerweile sind 3 Wochen der Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Coronakrise ins Land gegangen. Meine Praxis muss geschlossen bleiben und die Verbindung zu meinen Patienten erfolgt – wenn überhaupt – telefonisch. Anamnesegespräche und die Ausarbeitung individueller spagyrischer Rezepturen sind auf diesem Wege gut machbar allerdings sah ich bis vor einer Woche keine Möglichkeit meine Patienten weiterhin körperpsychotherapeutisch zu begleiten.

Nachdem ich schon langsam anfing mich innerlich mit dieser unbefriedigenden Situation abzufinden, veranlasste mich der Hilferuf einer Patientin, die unter starken Nackenverspannungen und dadurch bedingten heftigen Kopfschmerzen litt nach neuen Wegen zu suchen. Mir war sofort klar, dass eine rein medikamentöse Behandlung in diesem Fall keine Aussicht auf Erfolg versprach.

Intuitiv besann ich mich auf meine eigenen Erfahrungen mit Intendons und leitete die Patientin telefonisch an, in ihre Verspannungen hineinzuspüren und passende innere Bewegungsimpulse zur Lösung der betroffenen Faszien zu finden. Schnell wurde der Zusammenhang der Beschwerden mit starken Existenzängsten auf Grund der aktuellen Krise deutlich. Die Behandlung führte zu einer spürbaren Entspannung der Nackenpartie und zu einem Gefühl von innerer Sicherheit und Lösungskompetenz.

Auch ich bin aus dieser Behandlung sehr viel optimistischer hervorgegangen: Schließlich hatte ich einen Weg gefunden, trotz aller Einschränkungen endlich wieder auf eine in vollem Umfang zufriedenstellende Weise arbeiten zu können.